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Glossar

Osteochondrosis Dissecans

Osteochondrosis Dissecans (OCD) und Chrondrosis Dissecans (CD) bei Pferden sind Krankheiten des Bewegungsapparates, die durch Entwicklungsstörungen verursacht werden. Hierbei kommt es zu einer Ablösung kleiner abgestorbener Knochen-Knorpel-Fragmente (OCD) bzw. alleinigen Knorpel- Fragmente (CD). Diese Bruchstücke werden beim Pferd dann als „Chips“, auch Gelenkmäusen genannt, vom Tierarzt diagnostiziert.

OCD und CD sind multifaktoriell verursacht. Das heißt, mehrere Faktoren, wie z. B. Bewegungsmangel (vor allem bei früh im Jahr geborenen Fohlen), Genetik oder die Fütterung können zu den gefürchteten Chips führen. Bis zu 30 % der Fohlen sind betroffen und bei ihnen vor allem Fessel- und Sprunggelenk, seltener das Kniegelenk. Auch das Geschlecht hat einen Einfluss: Bei einjährigen Stutfohlen treten gehäuft Befunde im Fesselgelenk, bei Hengstfohlen im Sprunggelenk auf. Die OCD kann sich teilweise wieder „verwachsen" oder sich später bilden und erst bei zweijährigen Fohlen sichtbar werden.

Der Einfluss über die Fütterung besteht einmal in einem Mangel an Mengen- und Spurenelementen wie Calcium, Kupfer und Zink (v.a. bei der tragenden Stute), aber auch später in der Fohlenfütterung. Zum anderen wird eine zu hohe Getreidefütterung an Fohlen kritisch gesehen. Denn ein immer wieder erhöhter Insulingehalt im Blut (ausgelöst durch Stärke aus dem Getreide) könnte die Nebenwirkung von punktuellen Durchblutungsstörungen im Knochen haben, was letztlich zur Ablösung der kleinen Bruchstücke führen könnte.

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