Glossar

Vitamin E

Vitamin E ist ein Sammelbegriff für verschiedene fettlösliche, antioxidativ wirkende Substanzen. Die am häufigsten vorkommende Form von Vitamin E sind die Tokopherole. Das Wirksamste und am besten erforschte Vitamin E ist das α-Tokopherol.
Vitamin E schützt als Antioxidans ungesättigte Fettsäuren und somit auch die Zellmembranen vor stark reaktionsfähigen Sauerstoffverbindungen (Radikalen). Besonders wichtig ist Vitamin E für die Herzmuskulatur und die Skelettmuskulatur. Dabei unterstützen sich Vitamin E und das Spurenelement Selen gegenseitig in ihrer Wirkung als Antioxidans und Schutz für die Zellmembranen. Vitamin E ist auch am Fettstoffwechsel beteiligt. Zudem spielt Vitamin E eine wichtige Rolle bei der Hemmung entzündungsfördernder Stoffe.

Der normale Bedarf für ein Warmblut liegt zwischen 530 und 610 mg pro Tag. Bei sportlicher Leistung mit viel Muskelarbeit fallen vermehrt Radikale an. Folglich steigt hier der Bedarf an Vitamin E als Radikalfänger. Auch bei fettreicher Fütterung wird eine gesteigerte Vitamin-E-Zufuhr empfohlen. Bei Sportpferden und fettreicher Kost wird die doppelte Menge an Vitamin E, also 1.000 bis 1.200 mg pro Tag empfohlen.

Da Vitamin E auch bei Geschehen von Entzündungen eingreift, erhöht sich der Bedarf an Vitamin E auch bei entzündlichen Erkrankungen wie bei Hufrehe oder Muskelentzündungen. Pferde mit ERS (Equines Rhabdomyolyse Syndrom), das auch Kreuzverschlag, Belastungsmyopathie oder Feiertagskrankheit genannt wird, profitieren von einer noch deutlich höheren Zufuhr, also über 2.000 mg Vitamin E pro Tag.

In Weidegras, Trockengrün wie Wiesen-Cobs oder Leinsamen sind höhere Mengen Vitamin E enthalten. Heu, Heulage oder Getreide enthält dagegen deutlich weniger Vitamin E. Eine Überversorgung mit Vitamin E wurde bisher noch nicht beschrieben. Vitamin E sollte vor allem bei erhöhtem Bedarf unbedingt ergänzt werden.

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