BCAA
Aminosäuren werden u.a. nach ihrer chemischen Struktur eingeteilt und benannt. Es gibt drei Aminosäuren, deren Kohlenstoffkette verzweigt ist. Demzufolge nennt man sie „verzweigtkettige Aminosäuren“ oder auf Englisch abgekürzt BCAA (branched chain amino acids). Diese drei Aminosäuren sind Leucin, Isoleucin und Valin. Sie sind essenziell, das heißt, der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Die BCAA werden im Unterschied zu den anderen Aminosäuren weniger in der Leber, sondern bei Leistung verstärkt auch in den Muskeln verstoffwechselt.
BCAA sind v.a. bei Kraft- und Ausdauersportlern beliebt, denn sie aktivieren den Muskelaufbau, können vom Muskel zu Energie verstoffwechselt werden und helfen somit Glykogen zu sparen. Damit sind BCAA vor allem für die Regeneration der Muskeln und für Ausdauerleistung wichtig. Dies bestätigen Studien beim Pferd, die einen möglichen Zusammenhang sehen zwischen höherer Leucin-Versorgung und besseren Wettkampfleistungen über die Turniersaison hinweg (Reemtsma, 2025).
Tierische Proteine, wie z. B. Magermilchpulver oder Geflügelfleisch sind besonders reich an BCAA. Das hochwertigste pflanzliche Protein ist Kartoffelprotein, dessen Aminosäurenprofil mit tierischen Proteinen mithalten kann.
Siehe auch: Valin, Leucin, Isoleucin, Glykogen, Kartoffelprotein
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