Glossar

Azidose

Eine Azidose ist eine Störung des Säure-Basen-Haushalts (Übersäuerung), die eine Absenkung des pH-Werts im Blut bewirkt und den Stoffwechsel beeinträchtigt. Sie äußert sich beim Pferd z. B. in Verspannungen und Entzündungen der Muskulatur, in chronischen, wiederkehrenden Entzündungen z. B. der Gelenke oder der Lunge, in gestörter Gesundheit der Hufe und kann eine Rolle bei der Entstehung des Sommerekzems spielen. Ursachen können Raufuttermangel, zu schnelles Anweiden, chronische Darmgärungen, Fütterung schlechter Silage, zu hohe Kraftfuttermengen (z. B. beim Rennpferd), Stress, langanhaltender Durchfall und Austrocknung, lokaler Sauerstoffmangel im Muskel z. B. bei Hochleistung, und Nährstoffmängel sein. Säuren und Basen neutralisieren einander. Als erste Hilfe bei Übersäuerung hilft daher die Gabe von Basensalzen. Zudem sollte die gesamte Ration überprüft und nötigenfalls korrigiert werden.

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