Was macht Pferden Magen-Darm-Probleme?

Hat ein Pferd Symptome einer Kolik, rufen wir sofort einen Tierarzt. Wir wissen, es besteht Lebensgefahr. Weniger dramatische Anzeichen von Magen-Darm-Problemen werden dagegen oft übersehen oder nicht ernst genommen. marstall nennt häufige Anzeichen für Verdauungsstörungen, zeigt, wie man vorbeugen kann, und erklärt, warum ein gesunder Darm so wichtig ist.


  • Anzeichen für eine gestörte Darmflora
  • Blähungen, Druck und Schmerzen
  • Biotin-Mangel
  • Hufrehe und Darmflora
  • Stärke, Zucker, schwer verdauliches Protein
  • Der Darm im (Un-)Gleichgewicht
  • Gestörte Verdauung – marstall hilft

Der Bestseller „Darm mit Charme“ von Giulia Enders verdeutlicht dem Leser auf unterhaltsame und spannende Art, dass der menschliche Darm ein hervorragendes und doch oft vernachlässigtes Organ ist. Die Gesundheit des Darms hat großen Einfluss auf unseren gesamten Körper und auch auf unseren Geist. Bei Pferden ist das nicht anders: Das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit unserer Vierbeiner – körperlich wie mental – hängen zu einem großen Teil von der Gesundheit des Darms ab.

Blähungen, Druck und Schmerzen

Nehmen wir Blähungen. Sie sind oft die ersten wahrnehmbaren Anzeichen, wenn die Verdauung unseres Pferdes überlastet ist. Die meisten von uns wissen aus eigener Erfahrung, dass die unerwünschten Gase im Darm durchaus schmerzhaft sind – vor allem, wenn die Hose etwas eng sitzt. Beim Pferd üben der Sattelgurt und das Gewicht des Reiters zusätzlich Druck aus. In der Folge verspannen sich die Pferde, gehen nicht über den Rücken und sind bei der Arbeit wenig motiviert.

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Anzeichen für eine gestörte Darmflora

Blähungen

Krämpfe im Darm

übel riechender Kot

Durchfall bis hin zu Kotwasser

akute Kolik

Auch Kotwasser und Durchfall sind Anzeichen, dass der Magen-Darm-Trakt unseres Pferds übersäuert ist. Jeder von uns weiß, wie belastend diese Symptome für den gesamten Köper sein können. Man ist matt und geschwächt und kann keine Leistung bringen. Genau so geht es unseren Pferden.

Verdauungsprobleme sollten wir nicht nur bei uns selbst, sondern auch bei unseren Pferden ernst nehmen und die Ursachen möglichst rasch beheben. Wenn der Darm geschwächt ist, ist auch das Immunsystem angeschlagen. Das wiederum öffnet anderen Krankheiten Tür und Tor.

Biotin-Mangel

Ein weiteres Beispiel ist der Vitamin H-Mangel. Wie viele andere wasserlösliche Vitamine bildet das Pferd Vitamin-H ─ auch Biotin genannt ─ mithilfe einer gesunden Darmflora selbst. Ist die Darmflora gestört, wird weniger Vitamin-H produziert. Dies zeigt sich oft in Form eines verzögerten Fellwechsels, eines stumpfen Haarkleids, Hautproblemen, brüchiger Haare und rissiger, spröder Hufe.

Hufrehe und Darmflora

Auch die Hufrehe hat ihren Ursprung häufig in einem gestörten Gleichgewicht der Darmflora. Veränderungen der Mikroflora im Darm führen zu einem Massensterben der positiven Mikroorganismen. Dadurch werden Endotoxine freigesetzt, die über die Darmschleimhaut in die Blutbahn gelangen und Hufrehe auslösen können.

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Stärke, Zucker, schwer verdauliches Protein

Wodurch kann eine Überlastung der Darmflora entstehen? Neben organischen Ursachen, hastigem Fressen und durch soziale Faktoren, Transport oder Turniere ausgelöstem Stress sind Fehler bei der Fütterung der Pferde der häufigste Auslöser. Vor allem bei Zucker und Stärke ist Vorsicht geboten.

Wenn das Pferd gesund ist und Leistung bringen soll, können wir beides in entsprechender Menge füttern. Allerdings sollte die Stärke leicht verdaulich sein, damit es nicht zu Fehlgärungen kommt. Also lieber hydrothermisch aufgeschlossene Gerste und Maisflocken füttern als ganze Getreidekörner. Grundsätzlich sollte die Stärkemenge der Leistung angepasst werden, da die Stärke vom Körper in Zucker umgewandelt wird.

Aber auch mit Protein, das nicht im Dünndarm verdaut werden kann, sollte man vorsichtig sein, denn dieses gelangt im Gegensatz zu präcaecal verdaulichem Rohprotein (pcv) ungenutzt in den Dickdarm und wird dort von Darmbakterien verstoffwechselt. Die Bakterien produzieren dabei Gase, die zu Blähungen führen können, und Säure, die von Leber und Niere aufwendig abgebaut werden muss.

Zu große Mengen an Stärke und Zucker führen ebenso wie Nicht-pcv-Rohprotein zu Übersäuerung und Aufgasung. Infolgedessen können die Pferde das Futter – insbesondere das Grundfutter – schlechter verwerten. Das wiederum führt zu Gewichtsabnahme und einem schwachen Immunsystem.


Der Darm im (Un-)Gleichgewicht

Unzählige Bakterien und Mikroorganismen im Darm helfen unseren Pferden bei der Verdauung des Futters. Diese winzig kleinen, nützlichen Helfer stellen hinsichtlich ihrer Zahl, ihrer Zusammensetzung und der Aktivität der Darmflora eine sehr sensible Lebensgemeinschaft dar. Ist die sogenannte Mikroflora im Gleichgewicht, spricht man von Eubiose, und alles funktioniert einwandfrei. Zu große Mengen an nicht verwertbarer Getreidestärke, Zucker (wie Fructane) oder nicht dünndarm-verdaulichem Eiweiß verschieben das Gleichgewicht der Mikroflora. Dieser Zustand wird als Dysbiose bezeichnet. Ein gesundes Darmmilieu können wir vor allem durch die folgenden sechs Dinge fördern:

  • Übersäuerung vorbeugen
  • Rohfaserreiches Futter, denn Kauen puffert die aggressive Magensäure ab
  • Gut verdauliche Stärke, mengenmäßig der Leistung angepasst
  • Zucker in Maßen
  • Gute = dünndarm-verdauliche Proteine
  • Reduzieren von Stress
  • Zeit zwischen der Futteraufnahme und der Bewegung lassen
  • Hilfe bei Verdauungsproblemen

Gestörte Verdauung – marstall hilft

Es gibt verschiedene natürliche Stoffe, die einem gestressten Magen-Darm-Trakt helfen oder auch einer Schädigung vorbeugen können. Marstall bietet für unterschiedliche Bedürfnisse verschiedene Produkte an. Hier eine Auswahl:

marstall Granutop

Das starke Trio aus Bierhefe, Apfeltrester und Leinöl kann Pferden mit Verdauungsstörungen wie Koliken, Blähungen, Durchfall oder Kotwasser helfen. Granutop von marstall besteht aus diesen drei Komponenten, die die Mikroflora stabilisieren, Übersäuerungen entgegenwirken, Mykotoxine und andere Giftstoffe binden und die Futteraufnahme sowie den Rohfaserabbau verbessern. Sie wirken antioxidativ, bakteriostatisch, entzündungshemmend und beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. Über 100 Produkttester bestätigen Granutop eine positive Wirkung. Granutop wird in erster Linie bei allgemeinen Störungen des Magen-Darm-Trakts und schlechter Futterverwertung eingesetzt, aber auch zur Vorbeugung bei belastenden Situationen wie Fellwechsel, Wurmkur und Stallwechsel.

marstall ProGastro

marstall ProGastro schont Magen und Darm bei gestresster Verdauung. Die Kombination aus Magnesiumhydroxid, Pektin-Lecithin-Komplex und Lebendhefe fördert nachweislich einen gesunden Magen (Köller et al. 2010). Radikalfänger, allen voran Vitamin C, wirken gezielt oxidativem Stress entgegen und regulieren den Säure-Basen-Haushalt. So hilft der Wirkstoff-Komplex, die Magenwand vor Säure und den Körper vor den Folgen von Stress zu schützen. ProGastro kann problemlos mit Medikamenten wie z. B. Omeprazol kombiniert werden (Kohler et al. 2010). Es kommt hauptsächlich bei Pferden mit empfindlichem Magen und Magengeschwüren zum Einsatz, aber auch bei Pferden, die empfindlich auf Stress reagieren.

marstall Darm-Regulator

Chronischen Störungen der Dickdarmfunktion mit Kotwasser und Blähbauch wirkt der marstall Darm-Regulator auf dreifache Weise entgegen. Zum einen stabilisiert er den Wasser- und Elektrolythaushalt. Zudem reguliert und fördert die probiotische Lebendhefe eine gute Dickdarmflora. Drittens regulieren beruhigende Kräuter und eine spezielle Mischung darmaktiver, prebiotischer Fasern (marstall Previta-Fasern®) das Darmmilieu.


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